Schnelles Surfen im Internet ist zur heutigen Zeit problemlos durch DSL (Digital Subscriber Line) für jedermann möglich. Dieser Übertragungsstandard erreicht bis zu 210Mbit/s. Im Vergleich: Das prähistorische Telefonmodem erreichte 56kbit/s. DSL bedeutete das Ende langer Wartezeiten beim Aufruf einer Internetseite oder beim Download einer Datei. Der Unterhalt eines solchen Anschlusses basiert auf Nutzungszeiten, Flatrates oder Downloadvolumen. Zur Übertragung haben sich verschiedene DSL-Verfahren etabliert:
ADSL
Das populärste Verfahren in Deutschland ist derzeit ADSL: Es sendet und empfängt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und nutzt bereits vorhandenen Telefonleitungen. Geeignet sind sowohl digitale wie auch analoge Telefonanschlüsse. Letzterer benötigt zwischen Telefonsteckdose und Modem einen Splitter, um DSL – und Telefonsignal von einander zu trennen. Für eine optimale Nutzung sollte der DSL-Anschluss nahe genug an der Vermittlungsstelle sein. Seit 2003 hat ADSL2 die würdige Nachfolge von ADSL angetreten: Die Übertragungsraten sind höher und die Signale sauberer.
HDSL
Ein weiteres Verfahren ist HDSL, welches mit gleicher Geschwindigkeit sendet und empfängt. Es erreicht ein stabileres Signal, indem es auf die höheren Frequenzen der Kupferleitungen zugreift. Das SDSL-Verfahren ähnelt dem: Es verwendet lediglich eine andere Modulationstechnik. SDSL nutzt den ganzen Frequenzbereich der Kupferleitungen und bietet dadurch höhere Übertragungsraten und eine größere Reichweite, arbeitet jedoch nicht parallel zur Telefonie.
VDSL
VDSL ermöglicht mit 52 Mbit/s hohe Geschwindigkeiten, die mit der Entfernung zur Vermittlungsstelle stark nachlassen. Selbiges gilt für VDSL2, dessen Übertragungsrate doppelt so hoch ist. Beide sind in Ballungsgebieten meist in der angebotenen Qualität verfügbar. Im ländlichen Raum bei einer geringeren Dichte an Vermittlungsstellen bleiben beide hinter den anderen Verfahren zurück. Zu den gängigen Verfahren im Telefonnetz kommen funkbasierte Methoden für den Surfer unterwegs und Verfahren, die im Glasfasernetz arbeiten.
Fazit-Unterschiede
Qualität und Geschwindigkeit des Anschlusses sind unter anderem abhängig von dem Übertragungsverfahren und der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle. Steht ein Umzug ins Haus, ist ratsam, die Verfügbarkeit von DSL am neuen Standort zu überprüfen, da DSL noch nicht überall gleichermaßen ausgebaut ist. Weiteren Einfluss nehmen die Zahl der Nutzer im Ortsnetz, der Durchmesser der Leitung, die Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle und deren Ausbau mit genügend Anschlüssen: Stellt sich heraus, dass DSL in nicht ausreichendem Maße verfügbar ist, bieten sich Alternativen wie Kabel-DSL, WiMAX, UMTS, Satellit und LTE.